COCOS (KEELING) ISLANDS
Ein echtes Paradies!
29.01.2010 - 04.02.2010
30 °C
View
Australia 2010
auf gisi's Reise-Karte.
Die Cocos (Keeling) Islands sind ein hufeisenfoermiges Korallenatoll bestehend aus 27 Inseln, davon zwei bewohnt, mitten im Indischen Ozean, 2780 km nordwestlich von Perth, Westaustralien. Naechster Nachbar ist Christmas Island, 900 km in oestlicher Richtung entfernt. Beides sind australische Exterritorialgebiete und liegen naeher an Suedostasien als am Heimatkontinent Australien. Auf Cocos leben 600 Menschen, etwa 150 weisse Australier (auf West Island) und etwa 450 Kokos-Malayen (auf Home Island). Die Temperaturen liegen immer um die 30 Grad und es herrschen tropische Bedingungen mit 84% Luftfeuchtigkeit. Das faellt als erstes auf, wenn man nach etwa sechs Stunden aus dem Flieger von Perth steigt. Praktischerweise ist unser Hotel gleich gegenueber vom Flughafen (oder sagen wir mal, Flugplatz), so dass man gleich mit dem Gepaeckwagen bis zum Zimmer rollen kann und diesen dann einfach bis zur Abreise dort stehen laesst. Zehn Meter entfernt ist das Meer. Wie der Name der Inselgruppe vermuten laesst, saeumen den weissen Korallenstrand Kokospalmen ohne Ende. West Island, wo wir wohnen, ist 14 km lang und etwa 500 m breit. Es gibt hier einen Supermarkt, Post, Schule, ein Cafe, ein Restaurant, eine Kneipe (mit Duty Free Alkohol), eine Bankfiliale und ein Visitors Centre, dazu eine Meteorologenstation, ein Wasserwerk und eine Autowerkstatt. Per Bus und Faehre gelangt man nach Home Island, sechs Kilometer entfernt auf der anderen Seite der Lagune. Man ahnt es schon: das Leben hier ist mehr als entspannt! Ein Highlight ist der Besuch von Direction Island, ebenfalls auf der anderen Seite der Lagune, wo es den einzigen 'richtigen' Schwimmstrand der Inseln gibt und ein tolles Schnorchelgebiet, The Rip genannt. Das ist ein kleines Riff, das gleich neben der Insel fuenf Meter tief abfaellt. Man sieht hier so viele tropische Fische, unglaublich! Nur beim Schnorcheln! Grosse Papageienfische von 60 cm Laenge, klitzekleine neonfarbene Aquariumfische, transparente Schwaerme, inmitten derer man sich ploetzlich wiederfindet - unfassbar! Da eine gewisse Stroemung herrscht, kommt man sich vor, als triebe man auf einem Fliessband durch ein riesiges Aquarium. Und das Wasser ist so transparent, die visibility perfekt, man kommt einfach aus dem Staunen und Schwaermen nicht mehr heraus! Highlight sind aber die drei Weissspitzenriffhaie, die wir sehen. Zwei von ihnen schlafen auf dem Meeresgrund, einer patroulliert. Sie sind als nicht aggressiv bekannt, aber wenn so ein Teil auf dich zuschiesst (wie Michi es passiert), wird es dir trotzdem ein bisschen mulmig! Er hat den Hai dann einfach angeschrien - unter Wasser und mit Schnorchel im Mund vielleicht nicht ganz so beeindruckend, aber immerhin ist noch alles an ihm dran! Und so verbringen wir die Tage mit Schnorcheln, Fahrrad fahren und Insel erkunden. Die Farben der Lagune bei Sonne sind beaengstigend schoen, so etwas habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Das Meer schillert in allen Farben, von weiss ueber hellblau und hellgruen bis zu einem tiefen dunkelblau. Und das Beste ist: wir sind eigentlich immer allein am Strand! Boese aussehende robber crabs, eine grosse Landkrabbe, raschelt durchs Unterholz aus abgefallenen Palmwedeln und Kokosnuessen, ueber den Strand huschen flinke ghost crabs mit spitzen Fuehlern und beeindruckenden Scheren. Einsiedlerkrebe hinterlassen ihre seltsamen Spuren auf den no footprint beaches, durchs flasche Wasser wedeln bei Ebbe Baby-Schwarzspitzenhaie. Ein gefaehrlicher lion fish versteckt sich in einer Korallenhoehle, ein Meter lange puffer fish schwimmen traege durch kleine rock pools. Mit ihren riesigen seitlich sitzenden Augen, klobigen Koepfen und immer leicht geoeffneten Lippen sehen sie irgendwie duemmlich aus. Im Dunklen sieht man im Scheinwerferlicht des Faehranlegers maechtige Meeresschildkroeten und irgendwo da draussen muessen auch riesige Mantarochen sein (die wir leider nicht sehen). Aber es ist trotzdem wunderschoen hier! Darum sind wir auch nicht besonders traurig, dass unser Flugzeug nicht wie geplant am Mittwoch, sondern wegen schlechten Wetters auf Christmas Island erst eine Tag spaeter fliegt. Es gibt wahrlich schlimmere Orte zum Stranden! So kommen wir in den Genuss eines leckeren malayischen Abendessens auf Home Island und einem halben Tag purer Erholung mehr!
Jetzt sind wir wieder zurueck in Perth und muessen uns erst einmal wieder umgewoehnen! Aber wir tun unser Bestes, indem wir einfach ein grosse Runde durch den Kings Park drehen und mit Rainbow Lorikeets und Kakadus immerhin noch ein bisschen Natur erleben, obwohl wir jetzt wieder in der Stadt sind. Und morgen heisst es dann schon wieder Abschied nehmen von Down Under und allen seinen magischen Orten! Bis bald im kalten Deutschland!
Eingestellt von gisi 04.02.2010 04:10 Archiviert in Australien
